Silent Walk

Stiftwerk

Ute Bescht

Diesmal:

Silent walk – oder was haben britische Schuhverkäufer mit Kunst zu tun?

AUFGEBEN GILT NICHT…

und was britische Geschäftsmänner damit zu tun haben

Kennt ihr die Geschichte der beiden britischen Geschäftsmänner, Schuhverkäufer, um genau zu sein, die Anfang des 19 Jahrhunderts nach West Afrika gingen? Beide schickten Telegramme in die Heimat und einer schrieb: “Situation hoffnungslos – stop – hier trägt niemand Schuhe. Stop.”
Der andere schrieb: ” Glorreiche Aussichten, Stop – Hier hat noch nicht einer Schuhe! Stop.”

So ist es auch in der Kunst: Die einen sagen, “kennt man schon alles” – Die anderen: “Ihr habt noch Nichts gesehen”.

Noch hakeliger wird es, wenn man die Kunstschaffenden ins Spiel bringt – Musiker, Maler, Schauspieler, Tänzer. Die einen sagen: brotlose Kunst, Pinselaffen, Hupfdohlen, das kann meine 5 jährige Nichte auch.
Die anderen sagen: Ich freue mich auf alles in der Kunst – es lenkt mich ab, es lässt mich vergessen – es entführt mich für ein paar Augenblicke in eine andere Welt.

Was ist Kunst?

Wer ist Künstler? Darüber dürfen sich andere streiten, diskutieren- denn wir sind heute hier, weil wir uns über eines einig sind: Wir genießen Kunst, Wir sind Kunst. Ach, das klingt so herrlich management-motivierend von Leuten, die keinen Schimmer haben. Und doch ist es trotz der Hülsentheatralik wahr.

Very British: Vivienne Westwood- Acryl Werk ( Triptich) 2018

Experiment?

Virtuell ist es etwas schwierig – aber…Ich habe etwas mit euch vor – ein Experiment, wenn ihr so wollt. Also, eigentlich ist es kein Experiment, denn ich kenn das Ergebnis. Bei diesem Experiment geht um figurative Malerei, aber nur, weil man es daran am besten demonstrieren kann – es hat NICHTs damit zu tun, dass nur figurative Malerei des Namens “Kunst” würdig sei. Ich liebe abstrakte Malerei und bin großer Fan von einiger meiner abstrakten Kollegen!

EIN KLEINER JUNGE, 3

Stellt euch folgende Frage: Wie malt ein dreijähriges Kind , nehmen wir einen kleinen Jungen, vielleicht hat einer von euch ja so einen zuhause. Er malt mit fast gemeiner Wollust und kritzelt wild auf dem Papier – herausgekommen ist nach der schnellen Mühe ein Kopffüssler und wir loben ihn in den Himmel. Er freut sich über das Lob, ist angefixt und schmiert nun mindestens zehn Blätter mit dahingehuschten Kopfgestalten voll, legt jedesmal einen Zahn zu, damit er die quiekende Freude der umgebenden Personen genießen kann. Eine Kaskade des Ansporns übergießt ihn.

ER WÄCHST UND WIRD 7 JAHRE ALT

Seine Menschen werden figurativer, er probiert sich aus, gepusht durch das Lob der Eltern, dem Rest der Familie und dem der Schule. Kinder in dem Alter dürfen im Unterricht ja noch alles malen: Figuren, Wörter, Mathe… Und er macht weiter und wird besser. Täglich gestaltet er mit schier unendlicher Freude.

Werk Teil 2 “Vivienne Westwood” Triptichon

JETZT IST ER 12

Seine Freunde finden seine Sachen cooool, seit er 3 war, malt er. Gekoppelt mit seinem Talent beginnt er sich auszuprobieren, ist in Communities bei Facebook, unter Anleitung und zeitlich limiterter Erlaubnis der Eltern, versteht sich. Er wird besser, er beginnt, eigene Charactere zu entwerfen, hat sich in den Kopf gesetzt, irgendwann mal in die Spiele Entwicklung oder die App Programmierung zu gehen. Bei den Erwachsenen regt sich leise Skepsis – aber noch wird nichts gesagt.

PUBERTÄT

Der Stift dient zum Spiegel halten – da ist vieles wichtig, nur nicht das kreative Gestalten.

PUBERTÄT fast überstanden

Seit nunmehr vier Jahren malt er nur noch sporadisch – seine Kunstwerke limitieren sich auf “F… U” im Schulheft , und rudimentär, leise vulgär erotischen Tagträumereien. Eigentlich könnte er doch loslegen – mit voller Wucht… Mit all der Übung, jahrelang. Da kann er doch was auf die Beine stellen. Mensch! Der Junge! Aber er tut es nicht… Weil es schon so lange dauert, weil er seinen Fortschritt und den Sinn nicht sieht, weil Lehrer ihnen gesagt haben, Mathe ist wichtiger, weil Eltern ihnen gesagt haben, Jobsuche ist wichtiger, weil seine Kumpel alle nicht malen und auch ihre Bewunderung nachgelassen hat. Weil ihn irgendjemand gefragt hat: “… warum zum Teufel, malst du hier nen Typen? Schwul , oder was?”. Er hört auf.
Wenn er einfach weitergemacht hätte, eventuell nur ein weiteres Jahr gemalt, sich nicht um die Meinung anderer gekümmert, hätte er den Abschluss sicher auch überstanden. Er hätte den Mut gehabt, sich in seiner Passion einen Job zu suchen, er hätte eine Ausbildung im Künstlerischen angefangen, er wäre vielleicht wirklich der Spiele Programmierer geworden, oder hätte für Pixar als Character-Designer begonnen. Vielleicht hätte er aber auch seine eigene Marke entwickelt, und seine Figuren wären irgendwann verfilmt worden. Eventuell. Bei dem Talent.

NEIN- WIR KÖNNEN NICHT ALLES WERDEN

Das ist ein Ammenmärchen und Quanten-Unsinn. Der liberale Helikopter Eltern Spruch: Du kannst alles werden, was du willst! Das ist eine Anreihung dummer, verzweifelter Wörter, denn es ist einfach nicht wahr. Jeder hat seine Limits. Jeder nur einen beschränkten Radius in Können, Talent, Willen, Eignung. Und der sicher liebevoll gemeinte Türöffner mit den Aussichten eines zweiten Michelangelos macht die Versagensneurosen nur noch schlimmer. Das Pendel muss schwingen – aber nicht nur einseitig. Kritik und Grenzen auffzeigen MUSS sein- um zu schützen. Wenn sich Talente nicht als solche erweisen, bricht keine Welt zusammen. Doch auch Passion darf andererseits durch kriegerische Wortwahl nicht zerstört werden- selbst wenn sie gut gemeint ist. Es wirkt eher kontraproduktiv, auch bei offensichtlichem Talent, immer weiter voranzupeitschen. Denn jede Art von Viehtrieb setzt die inneren Gatter nach oben.

MUSS ES IMMER DER ANERKANNTE ERFOLG SEIN?

Unser auf Erfolg getrimmtes Dasein und der fast manische Zwang der konditionierten Selbst-Optimierung hat uns zu ungnädig gegenüber uns selbst gemacht. Malt der Maler nur für den Erfolg? Singt der Sänger für die Grammys? Spielt der Akteur für den Oscar? Ist ein Werk nur gut, wenn es sich teuer verkauft? Ist ein Künstler nur etwas wert, wenn die Vita zu Beifallsstürmen hinreisst und irgendein Kritiker die richtigen Worte wählt? Ist es fair, dass Communities ohne Ansicht des Menschen darüber urteilen, ob ein Werk gelungen ist? Mir kommt es so vor, als beurteilten diese Küchentisch – Kritiker die Daseinsberechtigung eines Künstlers alleine aufgrund der Schmackhaftigkeit ihres Frühstücks. Darf ich nicht selbst bestimmen, was meine Kunst für mich wert ist, was sie mir gibt? Warum kann ich nicht meine Kunst als Sprache für all das nehmen, für das mir die Worte fehlen? Für all die Worte, die ich nicht gesagt bekomme, oder die ich nicht sagen darf? Und muss es immer die ganze Welt hören ?
Auch ich lasse mich auf die Urteilsgesellschaft ein, die Fingerpointing betreibt, ohne sich Gedanken über IHRE Worte und deren Wirkung zu machen. Natürlich habe ich schon oft meine gemeinen Worte geschluckt, die mir beim Anblick so mancher desolaten Farb und Formergebnisse als Top-Portraits präsentiert wurden auf die Zungenspitze schossen. Aber ich behalte sie für mich – mehr noch – ich arbeite hart daran, das Gefühl VOR dem Ausdruck zu vergessen: Missgunst, Verachtung , Neid, Respektlosigkeit.
Es gehört eine Menge Mut dazu, sich für seine Leidenschaft und Passion einzusetzen. Aber es gehört auch eine Menge Mut dazu, seine Worte zu wählen. Gegenüber denen, die gegen einen sind. Doch dieser Verteidigungsmodus muss endlich aufhören. Und auch daran arbeite ich.

KUNST IST IN SICH – WENN MAN SIE LÄSST

Der Verteidigungsmodus muss aufhören – ich muss meine Kunst nicht rechtfertigen – niemandem gegenüber. Einzäunen begrenzt auch meine Kreativität. Das spüre ich schon sehr lange, und wie die Häutung einer Schlange gebe ich Schicht für Schicht dieser Zwänge auf: verteidigen, rechtfertigen, erkären, mildern, Vertändnis & Anerkennung bezüngeln. Meine Wut und meine verbale Armee trieb Blüten: Ich wollte sogar eine Zeitlang nicht “Künstlerin” genannt werden, weil mir der Begriff im Angesicht des brutalen Zirkus dieser Zunft und der lemmingartigen Ergebenheit des Publikums zuwider war. Mit all den unbedacht gewählten Worten der Finger Pointer. Aber ich komme immer näher an das Ziel, mich selbst als wahre Künstlerin zu sehen, ich komme immer näher zu mir – unabhängig von der Meinung meiner Umwelt: ob sie mich schon lange als Super Talent proklamiert und gesehen haben, oder mich beflissentlich ignorierten.

Blende aus, um hineinzugehen

Denn dann öffnen sich die Kanäle für die wahren Worte: Du bist! Und das ist genug!

UTE BESCHT

Künstlerin, Diva, Mensch. Was vom Kopf in die Hände fließen kann, ist Ausdruck meiner Seele. Ich versuche immer, den für mich richtigen Ton zu treffen, interessiere mich aber nicht für die unqualifizierte träge Masse, die eine Aufwärtsbewegung als feindliche Übernahme ansieht und mir mir dem moralischen Zeigefinger droht. ( Danke, Suzanne Grieger – die du mir die Philospophie der Deppen und Psychopathen näher gebracht hast…)

Lasst uns Verbindung schaffen

ihr findet mich auf den gängigen Kanälen. Ich freue mich auf euch!

Pinselrespekt

Stiftwerk

Ute Bescht

Diesmal:

WENN DER WERT EINES WERKES IM DUMPING DER RESPEKTLOSIGKEIT VERSINKT

Es gibt Momente, angeregt durch Begebenheiten, die lassen einen nachdenken. Über die eigenen Verfahren, die eigene Wertigkeit , die eigene Einstellung zu seinem Schaffen. Ich bin Bildgestalter – auch bekannt unter dem Label Künstlerin ( ja, ich lege hier ausnahmsweise mal Wert auf Gender!) Keine lange Vorgeschichte: Anruf eines Interessenten für meine Werke…

Eigentlich wollten wir was anderes…  DAS will der Künstler hören!

” Wir waren gerade bei Ihnen im Haus in Bremen und haben eigentlich ein Werk einer anderen Künstlerin kaufen wollen, das kam dann aber wegen fehlender Tiefe unserer Räumlichkeiten nicht in Frage. Dann haben wir ihre beiden Werke zu dem KZ Thema gesehen. Die würden gut passen. Und um die Wirkung zu haben , sollte man die beiden Bilder nicht trennen.”

Ich war das erste Mal leicht distingiert, da mich dieses “eigentlich” störte. Bin ich also der schlichte Ersatz? Ich war augenscheinlich nicht die erste Wahl – und das ruft bei mit grundsätzlich Missbilligung auf den Plan. Dazu bin ich Diva genug, und lass es mir auch nicht nehmen!

Werk: Milkcan Memories | HIM

Teil 2 der Aussage

” Aber die Rahmen dafür sind ja doch recht einfach. Ich habe hier am Ort einen Rahmenbauer, der auch Museen bestückt – dem habe ich es geschildert, auch die Tatsache dass die Aquarelle ja locker im Rahmen befestigt und wellig sind. Außerdem ist in einem der Werke ein Knick im Papier – und ich bin Perfektionist. Laut des Fachmanns kann man die Aquarelle dann mit einer zusätzlichen Glasplatte beschweren, und ich möchte ja auch direkt beleuchten. Somit muss der Rahmen natürlich auch qualitativ hochwertig sein, damit die Farbe nicht verblasst. Pro Bild kostet mich der Rahmen um die 250,00 Euro. Nun ist die Frage, können wir am Preis der Bilder noch was machen?”

PROZENTE? JA- ALS ARRANGEMENT

Da wir in der Künstlergemeinschaft untereinander über einen Prozentsatz von Rabatt bei Spontaninteresse einig sind, habe ich ihm den auch zugesagt. Er will das mit seiner Frau besprechen und dann sollte ich doch Samstag nochmal in das Künstlerhaus kommen, damit er es sich genau ansehen kann um dann zu entscheiden, ob er es erwerben will oder nicht.

Durchatmen… warten.

Es fing erst ganz leise an, das Grummeln in der Magengegend, nach dem Telefonat. Aus dem Grummeln wurde ein Brodeln. Mir wurde tatsächlich etwas übel. Warum? Weil mir bewusst wurde, wie wenig Respekt dieser Interessent wohl aktuell an dem Werk mit einer verdammt emotionalen Aussage hat. Nicht nur, dass er mich als zweite Künstler-Wahl bescheinigt hat, sondern auch rein für Präsentationszwecke bereit ist, horrendes Geld für die Rahmung zu zahlen- mit mir aber über den Preis der Werke feilscht.

Werk: Milkcan Memories | HER

Wert = Wertschätzung?

Emotional angegriffen – wertlos geschätzt ich in Person als die Gestalterin dieses Kunstwerks- schlichte Degradierung auf Deko? All das brodelt in meinem Magen. Weil ich aber schnell in den Kopf schalten kann, vereise ich die aufsteigende Hitze in pragmatische Argumentation: Er schätzt die Werke zumindest aber so sehr, dass er bereit wäre, dafür extra zu einem Museums-Ausstatter zu gehen. Und schließlich ist Kunstkauf heute keine Notwendigkeit für das Überleben.

Leuchtende Augen ist was ich will!

Einen Tag später – haderte ich. Ich hadere mit meinem überschnellen Einverständnis, ihm die Chance zur Überlegung zu geben. Dazu muss man die folgende kleine Geschichte kennen: Vor einigen Jahren war ein Werk von mir das begehrte Objekt von zwei Parteien: Ein junges Päärchen, das augenscheinlich auf der Suche nach Dekoration war und sich vor eben jenem Werk über farbliche Stimmigkeit zum Rest der Einrichtung unterhielt. Der Preis war für die beiden auch kein Thema. Er ging schlichtweg nur darum, ob meine Kunst die Farbgebung des Raumes unterstützen würde- den Sinn hinter dem Werk haben die beiden gar nicht ergründet. Sie verabschiedeten sich mit der Aussage, gleich nochmal wiederzukommen, falls sie eine Entscheidung getroffen hätten.

Hütet euch vor dem “WIEDERKOMMEN”

Zeitgleich lief immer wieder eine junge Frau vorbei, stand vor dem Werk, betrachtete es liebevoll, warf mir ab und zu schüchterne Blicke zu , lächelte und verschwand wieder. Nach der dritten Runde hielt ich sie auf. Ob sie Interesse an dem Werk hätte, fragte ich. Ja, sagte sie, und meinte:

” Ich weiß, dass dieses Bild das Lieblingswerk meiner Freundin ist, sie hat es lange vorher schon im Internet gesehen, und jetzt hier live. Sie ist fasziniert! Meine Freundin ist etwas ganz besonderes für mich, sie war für mich da, als es mir sehr schlecht ging, und ich würde es ihr gerne schenken. Weil ich mich mit etwas ganz Besonderem dafür bedanken möchte. Aber ich kann es mir einfach nicht leisten.”

Wieviel sie denn geben könnte, habe ich sie gefragt. Sie nannte mir eine Summe, die wirtschaftlich betrachtet nicht wirklich Sinn machte. Doch das interessierte mich nicht: “Kommen Sie nachher vorbei – ich verpacke es in der Zwischenzeit.”

Die Augen vergesse ich niemals, das erst ungläubige Staunen, dann das Leuchten des Verständnisses dafür, was gerade passierte, das unerwartete Glück, das blitzt. Man konnte es förmich sehen, was sich in diesem Moment in ihr abspielen musste: Ihre Überraschung für die Freundin – und deren Leuchten spiegelte sich gerade in ihren Augen. Die reinste Form von Zufriedenheit überkam mich in dieser Sekunde. Unbezahlbar!

Das andere Päärchen kam später tatsächlich und war erbost, dass das Werk mit einem roten Punkt versehen war. Aber mir ging es gut – sehr gut sogar. Weil ich wusste, ich habe genau die richtige Entscheidung getroffen. Weil ich leuchtende Augen produziert habe. Weil jemand meine Arbeit und mein Können wertschätzte, indem sie meine Kunst kaufte und weiter verschenkte.

LEBEN REGELT – VERTRAUE

Zurück zu unserem Basar-Interessenten. Der meldete sich dann Tage später per Textnachricht, er könne die Werke jetzt eh nicht kaufen, er hätte einen Heizungsschaden, der es ihm nicht erlaube, sein Geld für Kunst auszugeben. Ich muss sagen: Gott sei Dank!

UTE BESCHT

Künstlerin, Diva, Mensch. Was vom Kopf in die Hände fließen kann, ist Ausdruck meiner Seele. Ich versuche immer, den für mich richtigen Ton zu treffen, interessiere mich aber nicht für die unqualifizierte träge Masse, die eine Aufwärtsbewegung als feindliche Übernahme ansieht und mir mir dem moralischen Zeigefinger droht. ( Danke, Suzanne Grieger – die du mir die Philospophie der Deppen und Psychopathen näher gebracht hast…)

Lasst uns Verbindung schaffen

ihr findet mich auf den gängigen Kanälen. Ich freue mich auf euch!

Weitere BESCHT Texte…

wie du deinen Künstlerfreund unterstützen kannst

Stiftwerk

Ute Bescht

Diesmal:
Wie du deinen Künstlerfreund unterstützen kannst, auch wenn du dir seine Kunst nicht leisten kannst.

 

Du hast wie ich eine Menge kreativer Menschen um dich herum, eventuell Künstler als Freunde? Oft stehen meine Freunde vor meinen Werken und das bekomme ich zu hören: “Wow, deine Arbeit ist so genial, ich liebe das Bild, aber ich habe leider das Geld nicht…”

Soll ich euch etwas gestehen? Ich kann mir 95% meiner Werke auch nicht leisten!

Denn auch wenn es so federleicht aussieht – Künstler sein ist ein harter Job und die wenigsten von uns schwimmen im Geld. Wir kämpfen mit vielem: Mutlosigkeit, anderen Jobs, weil wir von unserer Kunst nicht leben können, Missachtung, geringe Wertschätzung, manche meiner Kollegen leiden sogar unter der Kritik von Familie oder Freunden, die ihre kreativen Bestrebungen nicht ernst nehmen. Aber es gibt ein paar Optionen, wie du deinen künstlerischen Freund supporten kannst. Und diese Tipps kosten dich kein Geld – oder zumindest nicht so viel, dass dein haus verpfändet werden muss.

SICH MIT IHREN SOZIALEN MEDIEN ZU BESCHÄFTIGEN

Ihre Fotos “mögen”, Kommentare abgeben und Beiträge teilen! Dies ist nicht nur eine Steigerung des Selbstwertgefühls der Künstler, sondern verbessert auch ihre Sichtbarkeit gegenüber den Göttern der Social-Media-Algorithmen. Das bedeutet, dass mehr Menschen ihre Arbeit sehen und dadurch mehr potentielle Verkäufe generieren können.

BESUCHE IHRE GALERIE – IHRE VERNISSAGEN UND BRING FREUNDE MIT

Wenn mich zu meinen Vernissagen Freunde besuchen und noch jemanden mitbringen, ist das ein Fest für mich und ich freue mich buchstäblich die Pinsel aus dem Bauch! Du musst kein Werk kaufen, aber eventuell ist in deinem Bekanntenkreis jemand, der die Kunst ebenfalls mag, zu schätzen weiß und auch das nötige Portemonnaie besitzt. Vielleicht hast du auch Gäste und ihr habt vor, an dem Abend auszugehen: Ein Galeriebesuch ist ein nettes Vorspiel für ein Abendessen oder einen Ausgeh-Abend.

MUND ZU MUND

Jemand sucht ein kreatives Talent, Du kennst eines – empfehle! Das ist virales Marketing und so enorm wichtig für den Künstlerfreund. Mund-zu-Mund-Propaganda ist die beste Art der Werbung, weil sie Vertrauen schafft. Und schon erst recht, wenn du bereits ein Werk deines Künstlerfreundes hast – mache deine Besucher auf das Werk aufmerksam – erzähle im Familien, Bekannten oder Kollegenkreis. Denn schließlich bist du nicht umsonst mit dem Künstler befreundet – du schätzt ihn / sie ja auch besonders als Mensch, oder?

DIE FRAGE NACH GÜNSTIGEREN AUFTRAGSARBEITEN

Ich bin kein großer Fan des “Freundschaftsrabatts”, aber liebe Freunde erhalten ihn fast automatisch.
Frage aber auch deinen Künstlerfreund respektvoll danach – oder frage nach Ratenzahlung. Ich gestalte auch kleinere Werke für diesen Zweck, oder öffne meinen Tresor, was da noch alles so schlummert und eventuell günstiger hergeht. Manchmal kann man die begehrten Stücke auch als Druck oder anderweitiges Merchandise bekommen – so hat man zumindest die Chance auf das beliebte Stück und kann es somit glühend verbreiten. Fragt einfach höflich nach.

QUID PRO QUO

Überlege dir als Künstlerfreund doch, was du in die Waagschale werfen kannst – Geld ist schließlich nur ein Tauschmittel. Bist du versierter Handwerker, Friseur, Kosmetiker, Lehrer, etc … Frage deinen Künstlerfreund und biete ihm eine Gegenleistung – so hat schließlich damals der Handel begonnen: mit Tauschgeschäften.

SPRECHE MUT ZU!

Künstler leiden oft unter dem “Imposter Syndrom” – sprich: wir fühlen uns NIE gut genug. Oftmals glauben wir es auch schwer, wenn jemand unsere Kunst liebt. Ermutige deinen Künstlerfreund, und helfe ihm oder ihr durch die Tipps von eben, seine Kunst zu verbreiten. Und es kostet dich keinen Cent – nur etwas Zeit – und der Ertrag kann immens und immens wichtig sein ?? Auf diesem Weg danke ich all meinen Unterstützern, Freunden und Fürsprechern meiner Kunst – macht weiter so – ich brauche euch!! ** Kunst= alle künstlerischen Tätigkeiten aus Musik, bildender oder darstellender Kunst :*

UTE BESCHT

Künstlerin, Diva, Mensch. Was vom Kopf in die Hände fließen kann, ist Ausdruck meiner Seele. Ich versuche immer, den für mich richtigen Ton zu treffen, interessiere mich aber nicht für die unqualifizierte träge Masse, die eine Aufwärtsbewegung als feindliche Übernahme ansieht und mir mir dem moralischen Zeigefinger droht. ( Danke, Suzanne Grieger – die du mir die Philospophie der Deppen und Psychopathen näher gebracht hast…)

Lasst uns Verbindung schaffen

ihr findet mich auf den gängigen Kanälen. Ich freue mich auf euch!

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